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Othmar Müller, Violoncello

Othmar Müller wurde 1963 in Wien geboren. Mit seiner Ausbildung begann er 1968 am Konservatorium in Wien, von 1977-84 studierte er dann bei Prof. Valentin Erben an der Wiener Musikhochschule.
Von 1982-83 war er Mitglied des Radiosinfonieorchesters Wien (damals: ORF Symphonie Orchester) und von 1982-194 Solocellist im Wiener Kammerorchester.

Mit dem im Jahre 1980 von ihm mitbegründeten Artis-Quartett verbrachte er Mitte der 1980er-Jahre ein Studienjahr in Cincinnati, OH (USA) beim LaSalle Quartet. Seit dieser Zeit tritt er mit dem Quartett weltweit in den wichtigsten Musikzentren auf und spielt bei bedeutenden Musikfestivals. Seit 1988 hat das Quartett zudem eine jährliche Konzertserie im Wiener Musikverein.

Viele der über 30 bislang entstanden CDs des Quartetts wurden mit Schallplattenpreisen wie dem Grand Prix du Disque, dem Prix Caecilia, dem Diapason d'Or, der Wiener Flötenuhr, dem Echo 2000 und mit dem "MIDEM Classical Award" ausgezeichnet.

1993-98 und 2007-09 hatte Othmat Müller eine Gastprofessur für Kammermusik an der Musikuniversität Graz (Exp.Oberschützen) inne und war Dozent bei Kursen in den USA, Hong Kong, Österreich und beim Casals-Festival Prades. Seit 2008 leitet er die Celloklasse am Joseph Haydn Konservatorium Eisenstadt .

In den letzten Jahren tritt Othmar Müller verstärkt solistisch und in Rezitalen in Erscheinung, (u.a .posthume Uraufführung von Gottfried von Einems „Musik für Cello solo“, Herwig Reiters Cellokonzert und Erst- bzw. Uraufführung der Werke für Cello und Klavier von Alexander Zemlinsky). Die Aufnahme der Zemlinsky-Sonate (bei NAXOS) wurde von "Diapason" mit 5 Stimmgabeln ausgezeichnet.
Anlässlich des Haydnjahres erschien bei CAMERATA seine Einspielung der Haydn Cellokonzerte, ergänzt um das nicht authentische 'kleine' D-Dur Konzert.
Eine CD mit Cellosonaten von Anton Webern, Karl Weigl und Johanna Müller-Hermann sowie Cello-Werken und Klaviertrios von Richard Rössler liegt beim gleichen Label vor.

Othmar Müller spielt ein Cello von Andrea Amati (1573) aus der Sammlung kostbarer Streichinstrumente der Oesterreichischen Nationalbank.