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András Adorján, Flöte

 

 

András Adorján wurde 1944 in Budapest geboren und bekam dort seinen ersten Flötenunterricht bei Vilmos Bántai. Als zwölfjähriger zog er mit seiner Familie nach Dänemark und wurde dort von Johan Bentzon und Erik Thomson unterrichtet. 1968, nach Abschluss eines Studiums der Zahnmedizin, studierte er bei Aurèle Nicolet und Jean-Pierre Rampal. Rasch folgten Auszeichnungen in internationalen Wettbewerben: "Jacob-Gade-Preis", Kopenhagen 1968, "Concours International de Flûte", Montreux 1968, und "Premier Grand Prix" im "Concours International de Flûte, Paris 1971.

 

Von der Presse als einer der hervorragendsten Flötisten seiner Generation gelobt, spielte er als Solist mit den besten Kammer- und Symphonieorchestern der Welt, zunächst neben seiner Tätigkeit als Soloflötist an der Oper in Stockholm, beim Gürzenichorchester in Köln, und bei den Rundfunksinfonieorchestern in Baden-Baden und München. Danach unterrichtete er an der Musikhochschule in Köln und schließlich von 1996 bis 2011 an der Musikhochschule München.

 

András Adorján widmet sich intensiv der Erweiterung der Flötenliteratur. Er hat zahlreiche vergessene Kompositionen (u.a. von Benda, Bloch, Danzi, Devienne, Doppler, Gieseking, Hummel, Mercadante Moscheles, Reger, Reinecke, Roman, Silcher, Spohr, Zielche, Zinck) wiederentdeckt, herausgegeben, aufgeführt und eingespielt. Zeitgenössische Komponisten wie G. Barboteu, G. Berg, E. Denisow, P. Engel, W. Hiller, J. Koetsier, M. Maros, A. Schnittke und S.E. Werner hat er zu neuen Werken inspiriert.

 

Auf über 80 Schallplatten und CDs ist die Kunst András Adorján festgehalten. Er hat sämtliche vierzehn Flötenkonzerte von François Devienne als Ersteinspielung sowie alle Flötenkonzerte von Carl Philip Emanuel Bach auf CD aufgenommen; zudem sind eine Neuaufnahme des Flötenkonzerts von Carl Nielsen sowie ein Tango-Album für Flöte(n), Bandoneon und Kontrabass erschienen.