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03.10.2021 11 Uhr Weißer Saal des Neuen Schlosses Stuttgart

armonia ensemble - Bläser des Gewandhausorchesters Leipzig

 

Johann Christian Bach  Bläsersymhonie Nr. 4 B-Dur

Matyas Seiber. Serenade

Francis Poulenc Sonate für zwei Klarinetten

W.A. Mozart Serenade KV 375

 

Programm- und Besetzungsänderungen aufgrund aktueller Entwicklungen sind leider stets vorbehalten!


Geboren in Leipzig ist Johann Christian Bach als Londoner oder Mailänder Bach in die Musikgeschichte eingegangen. Ein glühender Verehrer seiner Kunst war Wolfgang Amadeus Mozart, der die italienische Melodiosität und satztechnische Meisterschaft in J.C. Bachs Kunst bewunderte und ihr nacheiferte. Die Bläser des Leipziger Gewandhausorchesters haben Werke beider Komponisten in ihrem Reisegepäck, darunter Mozarts lyrische Es-Dur-Serenade in der selten zu hörenden originalen Sextettfassung.

Matyas Seibers Serenade verbindet Elemente der motorischen ungarischen Volksmusik mit dem progressiven Musikstil der Zwanzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts.

Pure Freude am Klang, Rhythmus und spielerischer Geläufigkeit charakterisieren Francis Poulencs knappes Duo für zwei Klarinetten, mit dem unser Saisonmotto Französische Musik erstmals anklingt.

 

In bewusster Anlehnung an die französische Sonatenkunst des Barock plante Claude Debussy seine „Six Sonates pour divers Instruments“. Leider war es ihm nicht vergönnt, den Zyklus zu vollenden, lediglich drei Sonaten liegen komplett vor. Stilistisch sind sie von Eleganz und poetischem Zauber geprägt, formal verweisen sie auf barocke Vorbilder.

Mit seiner Violinsonate traf Gabriel Fauré in den Siebzigerjahren des 19.Jahrhunderts den Nerv der Zeit an einem Wendepunkt der französischen Musikgeschichte: Erstmals konnte man hier einen unverwechselbar französischen Ton hören, geprägt von eine quasi-impressionistische Poesie der Klänge und der verschwebenden Harmonien.

Die wichtigste kammermusikalische Uraufführung der Saison 1840 im Leipziger Gewandhaus war Mendelssohns erstes Klaviertrio d-Moll. Robert Schumann jubelte: „Es ist das Meistertrio der Gegenwart und Mendelssohn der Mozart des neunzehnten Jahrhunderts …“

Das Werk eroberte sich einen Ehrenplatz in der Trio-Literatur und zählt bis heute zu den meistgespielten Kompositionen des gesamten Kammermusikrepertoires.

Mit diesem Programm, das ursprünglich im Dezember 20202 gespielt werden sollte, mehrfach verschoben werden musste und nun endlich realisiert werden kann, beenden wir unsere Saison.